|
Dieter
Schmidt-Brandt
|
|
Zur künstlerischen Arbeit von Dieter Schmidt-Brandt
|
|
Dieter Schmidt-Brandt, geb. 1951, begann 1986 zu zeichnen. |
|
Anfänglich bezog sich die künstlerische Auseinandersetzung ausschließlich auf den gegenständlichen Bereich. |
| Zwei Jahre später, 1988, entstanden erste Bilder mit Ölfarbe. |
| Schon in dieser frühen Phase deuten sich Polaritäten von farbflächiger und gestischer Malerei an. |
| Bedeutsam ist aber auch die assoziative Wahrnehmung für Dieter Schmidt-Brandt's künstlerische Gestaltung. |
| In vielen Arbeiten sind figurative Formbildungen zu erkennen. Ihr Aufbau zeigt Kombinationen starkfarbiger, |
| schwarzumrandeter Flächen. Sie erinnern in ihrer reduzierten Intensität und Zeichenhaftigkeit an sogenannte Urbilder. |
| Diese gelten als Signale des kollektiven Unbewußten, seitdem der Seelenforscher C.G. Jung sie so bezeichnete |
| und als gemeinsames Ausdrucksmittel der Menschheitskulturen, die seit der Frühzeit überliefert wurden, erkannte. |
| In den sogenannten Primitivkulturen haben sie sich lebendig überliefert und werden seit der Moderne als |
| künstlerisches Mittel der direkten seelischen Expression wiederverwendet. |
| Solche Urbilder drücken sich in Arbeiten aus, wie: |
| Herzschlag · Liebestanz · Zeugung · Werden · Geburt · Wachstum · Pegasus · Lebensprozeß |
| Ihre Reihenfolge läßt einen symbolischen Zusammenhang sichtbar werden, der als Komplex erst durch die |
| Entwicklung einzelner künstlerischer Formulierungen in ihren Beziehungen von Bild zu Bild erkennbar wurde. |
| Zu der inneren Hinwendung zum psychisch Unbekannten gehört auch das Unbewußte für die Steuerung des |
| Ablaufs der künstlerischen Gestaltung. Häufig führt die Einbeziehung des Zufälligen in den Schaffensprozeß |
| gleichermaßen zur Offenheit und Selbstfindung bei der künstlerischen Arbeit. |
| Zu den gestischen Bildern offenbaren sich dem Betrachter seelische Befindlichkeiten, die von der Ahnung |
| des immatriellen über den Vorgang der künstlerischen Entäußerung bestimmt werden. |
| Dr. Marianne Ebersold, Oberhausen, 7. März 1993; anläßlich der Ausstellung "Emotional Alteration", ARTAX Kunsthandel oHG, Düsseldorf |
|
1 9 8 8 |
Start in die Malerei mit Ölfarben und anderen Farb-/ Material- Mixes |
|
1 9 9 0 |
Einzelausstellung von 14 Ölbildern, Galerie b2, Solingen |
|
1 9 9 0 |
Internationale Gemeinschaftsausstellung "Druckgrafiken", Galerie b2, Solingen |
|
1 9 9 1 |
Einzelausstellung von 20 Ölbildern, Galerie Schmitz-Weiss, Essen |
|
1 9 9 2 |
Europäische Sonderschau "Siebdruckgrafiken", FESPA Internationale Siebdruckmesse, Amsterdam |
|
1 9 9 2 |
Art Multiple, Düsseldorf, 1. Internationale Kunstmesse für Druckgrafik und Multiples |
|
1 9 9 3 |
Ausstellung von 16 Ölbildern, Darstellung des Lebenszyklus "Emotional Alteration", ARTAX Kunsthandel, Düsseldorf |
| Seitdem aus Zeitmangel und beruflichem Engagement keine weiteren Ausstellungen |